Hintergründe und Aufarbeitung

Wie konnte es zu diesem kollektiven Suizid kommen, der zu Kriegsende in Demmin stattfand? Verschiedene Artikel beleuchten die Massensuizide und Morde in der Kleinstadt in Vorpommern im Mai 1945.

Als sich eine Stadt selbst auslöschen wollte

Rasierklingen, Revolver, Zyankali, der Strick: Im Angesicht der deutschen Niederlage im Zweiten Weltkrieg nehmen sich 1945 Hunderte Bürger der Stadt Demmin das Leben. Wie konnte es so weit kommen?

Süddeutsche Zeitung, Rezension von Ulrike Nimz am 02.04.2015

Die Tragödie von Demmin 1945‐ Der größte Massenselbstmord der deutschen Geschiche

Ein ARD-Film über das Buch „Kind versprich dass Du dich erschießt“ (ca. 6 min)

Massensuizid in Demmin: Deutscher Alptraum

Seit gut zehn Jahren veranstaltet die NPD im vorpommerschen Demmin einen „Trauermarsch“ zum Jahrestag des Kriegsendes. Als die Rote Armee einrückte, kam es hier im Mai 1945 zu einem Massensuizid. Bis heute hat die Stadt keinen Umgang mit ihrer Geschichte gefunden.

Zeit online Von Mohamed am 23.05.2018

Demmin 1945: „Am Sinn des Lebens irre geworden“

Ende April 1945 erreichen russische Panzer die vorpommersche Stadt Demmin. Die Fluchtwege sind abgeschnitten. In Panik nehmen sich mehr als 900 Menschen das Leben. Zum 60. Jahrestag des Weltkriegsendes hat der NDR im Jahr 2005 mit Zeitzeugen gesprochen, die damals Kinder waren und das Geschehen miterlebt haben.

NDR von Gisela Zimmer am 08.01.2020

Die Selbstmordwelle von Demmin

Mütter ertränkten sich mit ihren Kindern, andere griffen zu Zyankali, Rasierklingen, Stricken. Zum Kriegsende suchten Hunderte Menschen in einer Kleinstadt den Freitod. Lilo Schlösser hat den kollektiven Suizid überlebt.

Spiegel Geschichte, von Kattja Ilken am 30.04.2020